Gottesdienste werden bis Mitte Februar ausgesetzt

Hervorgehoben

Das Presbyterium der Gemeinde Ruhrort-Beeck verlängert die Aussetzung von Präsenz-Gottesdiensten bis zur nächsten Sitzung Mitte Februar.

Angesichts der aktuellen Verlängerung des Lockdowns zum 31.01. und der Tatsache, dass sich die Infektionszahlen im Duisburger Norden noch auf einem insgesamt hohem Niveau befinden, verzichtet die Gemeinde bis zur nächsten Presbyteriums-Sitzung im Februar auf die Durchführung von Präsenz-Gottesdiensten.

Evangelische Kirche im Rheinland: Thorsten Latzel zum Präses gewählt

Thorsten Latzel wird Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Landessynode wählte den 50-jährigen Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt an die Spitze der Kirche, zu der zwischen Niederrhein und Saarland rund 2,4 Millionen Menschen gehören. Er tritt die Nachfolge von Manfred Rekowski an, der im März nach achtjähriger Amtszeit in den Ruhestand geht.

14.01.2021 / Landessynode der EKiR mit Wahl des neuen Praeses Dr. Thorsten Latzel (r.) mit seinem Vorgaenger Manfred Rekowski – Quelle: ekir.de/Hans-Jürgen Bauer

Der promovierte Theologe setzte sich im ersten Wahlgang mit 113 Stimmen gegen seine Mitbewerberin und seinen Mitbewerber durch: Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, erhielt 57 Stimmen. Auf Professor Dr. Reiner Knieling, Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf, entfielen 17 Stimmen. Der neue Präses wird am 20. März in sein Amt eingeführt.

Konsequent von den Menschen her denken

Kirche müsse konsequent von den Menschen her denken, hatte Latzel in seiner Vorstellungsrede vor den Abgeordneten aus den 37 rheinischen Kirchenkreisen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland gesagt. Es gehe nicht um die Frage „Wie kommen die Leute zu unseren Angeboten?“, sondern: „Was können wir tun, um Menschen in ihrem Leben und Glauben zu stärken? Dazu müssen wir sie fragen: persönlich, zu Hause. Und wir sollten mit den 20- bis 40-Jährigen anfangen.“

Kirche muss Ort der Hoffnung für die Welt sein

Die Gesellschaft stehe vor immensen Aufgaben, so Latzel. Er nannte als Beispiele die Zerstörung der Umwelt, Gewalt und Ungerechtigkeit sowie antidemokratische Kräfte, gegen die die offene Gesellschaft gestärkt werden müsse. „Als Christinnen und Christen haben wir auf all das keine einfachen Antworten. Aber wir haben eine andere Perspektive: eine Perspektive der Hoffnung. Wir glauben an einen Gott, der die Welt in seinen Händen hält und der vom Tod auferweckt. Wir leben aus der unbedingten Liebe Christi, die uns auch mit Feinden anders umgehen lässt. Und wir haben die verwegene Hoffnung, dass Gottes Geist diese Welt zu einem guten Ende führen wird.“ Aufgabe der Kirche sei es, Ort der Hoffnung für die Welt zu sein: „Unsere Aufgabe ist es, die zu werden, die wir immer schon sind: Kirche Jesu Christi. Eine welt- und zukunftsoffene Gemeinschaft mit einem freien Glauben. Eine Kirche, die nicht versucht, überall alles zu sein, aber: Salz der Erde und Licht der Welt. Eine Kirche, die mit ihren eigenen Ressourcen ebenso haushält wie mit der uns anvertrauten Schöpfung. Eine Kirche, die den Nöten unserer Gesellschaft begegnet, indem sie heilsam Gott zur Sprache bringt. Und eine Kirche, die sich selbst immer wieder davon überraschen lässt, was Gott noch Großes mit uns vorhat.“

Zur Person: Thorsten Latzel

Dr. Thorsten Latzel ist seit 2013 Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, die 2017 umgebaut und neu aufgestellt wurde. Von 2005 bis 2012 hatte Latzel als Oberkirchenrat das Referat „Studien- und Planungsfragen“ im EKD-Kirchenamt inne und leitete das Projektbüro Reformprozess. Er war u. a. zuständig für die EKD-Kirchen-mitgliedschaftsuntersuchungen, die Reformzentren und Kirche in der Fläche. Davor war Latzel als Pfarrer in Erlensee-Langendiebach (Kurhessen-Waldeck) tätig. Aufgewachsen in Bad Laasphe, studierte er Theologie in Marburg und Heidelberg. Der 50-Jährige ist u. a. Mitglied der Bildungskammer der EKD. Im Blog „glauben-denken.de“ veröffentlicht er wöchentlich theologische Impulse. Thorsten Latzel ist verheiratet und hat drei Kinder

Quelle: EKIR

Komme, was wolle – Gott ist und bleibt bei uns auf dem Weg

Bild von Myriams-Fotos auf Pixabay

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit Hoffen und Bangen, Erwartungen und Befürchtungen hat das Jahr 2021 begonnen. Werden wir die Coronakrise in den Griff bekommen und wird die Ausbreitung des Virus gestoppt werden? Werden wir rechtzeitig geimpft werden? Wird unsere Wirtschaft die Belastungen tragen können?  Werden wir gesund bleiben?

Die Antwort darauf – wer kann sie geben? Mut machende Voraussagen der Politiker? Die haben sich schon öfter geirrt. Ermahnungen und Prophezeiungen der Virologen? „Wenn ihr euch streng an die Regeln haltet, wird es gelingen und das Schlimmste bald vorbei sein“. Doch längst nicht alle sind so vorsichtig, wie es gefordert wird. 

Das alte Jahr ist vergangen, aber nicht alle haben das miterleben können. Wir beklagen die immer noch wachsende Zahl der Corona-Opfer. Wieviel Trauer und Schmerz, wieviel Enttäuschung und Tragik sich hinter den Zahlen verbirgt, vermögen wir uns kaum vorzustellen. Wenn dieses irdische Leben schon alles gewesen sein soll, dann haben viele Mitmenschen mit ihrem Leben alles verloren. Die Impfungen kommen für sie zu spät. 

Wir gehen durch harte Zeiten. Und viele, die es bisher immer wieder erfolgreich verdrängt haben, erkennen in dieser Zeit, wie zerbrechlich und vergänglich ein Menschenleben ist.

Wohl uns, wenn wir daraus lernen. Wir brauchen eine Hoffnung, die stärker ist als der Tod. Wir brauchen eine Gewissheit, die auch dann Trost gibt, wenn wir, menschlich gesprochen, untröstlich sind. Wir brauchen einen Halt, der uns Kraft und Mut gibt, in die ungewisse Zukunft hineinzugehen, statt gebannt auf kommendes Unheil zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange. 

Gott selbst hat uns diese Hoffnung ins Herz gelegt. Seine Liebe, seine Zuwendung, seine Verheißung stehen in Kraft und sind gültig über das irdische Leben hinaus. Komme, was wolle – Gott ist und bleibt bei uns auf dem Weg. Und er verspricht uns, uns auf dem Weg zu begleiten und da zu sein bis ans Ende, wenn unser Lauf vollendet und unser Weg die Pforten der Ewigkeit erreicht. Hier liegt aller Menschen Ziel, hier wird alles verwandelt und Trauer und Schmerz werden dort für immer überwunden sein. 

Diese Hoffnung festzuhalten, kann uns die Kraft und den Mut geben, die wir brauchen. Der Glaube kann durch dunkle Täler tragen und den Blick für das Licht am Ende des Tunnels öffnen. Er kann uns frei machen, uns ganz auf die Aufgaben der Gegenwart einzulassen. 

Die Jahreslosung für 2021 bringt das auf den Punkt: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“  Ein Herz, das im Glauben und in der Hoffnung gegründet ist, dreht sich nicht mehr nur um die eigenen Sorgen, sondern es kann sich für andere öffnen. Wir können uns anderen zuwenden, die Hilfe brauchen. Wir können Trost geben, wenn wir selbst getröstet worden sind. Wir können Hoffnung machen, wenn wir selbst Hoffnung haben. Wir können barmherzig mit den Fehlern und Schwächen anderer umgehen, wenn wir selbst solche Barmherzigkeit erfahren haben und darauf vertrauen: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes. Denn der barmherzige Gott ist in Jesus Christus bei uns alle Tage bis an der Welt Ende.  In diesem Sinne: Bleiben Sie behütet und  Gott befohlen!

Regionalgottesdienst im Februar fällt aus

Stellvertreter für Ausfall
„Anzeigentafel-Ausfall Düsseldorfer HBF“ by Patrick Hempel is licensed under CC BY-SA 2.0

Angesichts der aktuellen Verlängerung des Lockdowns entschieden die Pfarrer der Region Nord, dass der geplante Regionalgottesdienst im Februar ausfallen wird. Es wird auch kein Online-Gottesdienst für diesen Termin geben. Stattdessen werden, falls es bis dahin möglich ist, die Gottesdienste vor Ort in den Gemeinden gefeiert.

Täglich eine Livestream-Andacht aus der Duisserner Lutherkirche im Internet

Auch in den Kirchen der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg entfallen bis zum Ende des Lockdowns die Gottesdienste vor Ort. Dafür gibt es dort an jedem Werktag eine Andacht, die live im Internet übertragen wird.  Beginnend mit dem 4. Januar 2021 um 17 Uhr lädt das Läuten der Glocke der Duisserner Lutherkirche zur Andacht ein.

Dass gleichzeitig der Küster die Altarkerzen anzündet, können nur die Menschen sehen, die auf www.youtube.com den Kanal „Lutherkirche Alt-Duisburg“ auswählen, denn das Gotteshaus bleibt geschlossen. Im Netz erwartet die Menschen dann live eine 12- bis 15-Minuten-Andacht mit Eingangsworten, der Lesung und Auslegung der Tageslosung und Gebet. Dazu gehört immer auch die musikalische Begleitung, die Kantor Marcus Strümpe und Kantor Andreas Lüken abwechselnd übernehmen. Unter dem Titel „5nach5“ wird es so montags bis samstags 2021 täglich um die gleiche Uhrzeit – eben 5 nach 5 – und zunächst bis zum 16. Januar solch eine kurze Livestream-Andacht geben. Sie alle werden auf dem Youtube-Kanal „Lutherkirche Alt-Duisburg“ auch nach der direkten Übertragung als Aufzeichnung abrufbar sein. Den Auftakt am 4. Januar gestaltet Pfarrer Stefan Korn, der sich an den folgenden Tagen mit Pfarrerin Sabine Schmitz und den Pfarrern Stephan Blank und Martin Winterberg abwechselt. Das Konzept von „5nach5“ ist nicht neu, denn die Gemeinde hatte es schon am 23. März 2020 eingeführt und während des ersten Lockdowns erfolgreich erprobt. 40 Andachten in diesem Format gab es bisher. Dass das Ganze gut funktioniert, liegt auch an Küster Meurer, Kantor Lüken und Presbyter Hammelrath, die allesamt technisch und internetmäßig versiert mit gebührendem Abstand zueinander am Livestream in der Lutherkirche mitwerkelten und es jetzt gerne wieder tun. Mehr Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.

Lied zur Jahreslosung 2021 veröffentlicht

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ – diese Bibelstelle aus dem Lukasevangelium (6,36) wurde von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen  als Jahreslosung für 2021 ausgewählt. Daniel Drückes, erster Pop-Kantor der rheinischen Kirche, hat dazu ein Lied komponiert und getextet. Es heißt „Barmherziger Vater“ und ist seit dem 1. Advent auf dem Youtube-Kanal seiner Duisburger Gemeinde Wanheimerort abrufbar.

Drückes, seit Oktober auch Vorsitzender des Verbands für christliche  Popularmusik in der Evangelischen Kirche im Rheinland, legt bereits seit 2018 jedes Jahr ein Lied zur jeweiligen Jahreslosung vor, die alle auf seinem persönlichen Youtube-Kanal  zu hören sind. „Das ist eine Tradition, die ich mir selbst gemacht habe“, sagt der 34-Jährige. Das jüngste Lied entstand ab Ende September. „Meist beginne ich mit dem Refrain und habe dann schon eine Melodie im Kopf.“ Drückes spielte das Lied in Einzelaufnahmen mit vier Sängerinnen und einem Sänger seines Chors PraiSing in seinem Heimstudio ein. Aus den Tonaufnahmen und später einzeln gedrehten Videos entstand der vierminütige Videoclip.

Quelle: EKIR

Onlinegottesdienste in Wanheim, Wanheimerort und Trinitatis

Drei evangelische Kirchengemeinden laden zu gemeinsamen Onlinegottesdiensten ein

Auch in den evangelischen Kirchengemeinden Wanheim, Wanheimerort und Trinitatis wird es bis zum geplanten Ende des Lockdowns keine Gottesdienste vor Ort geben. Die drei Gemeinden laden aber alle Menschen zur Feier gemeinsamer Online-Gottesdienste zu Silvester und zu allen Sonntagen bis zum 10. Januar im Internet ein. 

Zu Silvester, 31. Dezember 2020 gibt es gleich zwei Gottesdienste, einen sogar im Livestream: Direkt übertragen wird ein Gottesdienst um 17 Uhr aus dem Wanheimerorter Gemeindehaus am Vogelsangplatz, in dem Pfarrer Jürgen Muthmann predigt. Um 18 Uhr ist ein Blick in die Wedauer Kirche am See möglich, denn dann ist der Gottesdienst mit Pfarrerin Sara Randow zu sehen. Am Sonntag, 3. Januar 2021 ist ab 10 Uhr ein Online-Gottesdienste aus der Wanheimer Kirche zu sehen, in dem Pfarrer Rolf Seeger predigt. Am 10. Januar hingegen kommt der gemeinsame Online-Gottesdienst der drei Gemeinden um 10 Uhr für die Gemeinden Wanheimerort, Wanheim und Trinitatis ab 10 Uhr aus der Buchholzer Jesus-Christus-Kirche; es predigt Pfarrer Björn Hensel. 

Die erforderlichen Links sind rechtzeitig zu den jeweiligen Gottesdiensten auf den Internetseiten der Gemeinden zu finden:  www.wanheimerort.ekir.dewww.gemeinde-wanheim.de und www.trinitatis-duisburg.de.

Quelle: EKIR

Jahreslosung 2021

Design: Günther Seibold https://jahreslosung.net/jahreslosung-2021-herunterladen-und-selbst-ausdrucken/

Die Jahreslosung 2021 ruft auf zur Barmherzigkeit.
Jesus sagt:
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

Mich hat das „wie“ fasziniert. Ist das nicht eine Überforderung? So barmherzig sein wie Gott? Wenn das einer von sich behaupten würde, würden wir das anmaßend finden.
Andererseits ist es schon logisch: Nichts anderes als die Barmherzigkeit Gottes sollen wir nehmen und anwenden. So hat es auch Jesus gelebt und uns gezeigt, wie Gottes Barmherzigkeit geht.

Zur Gestaltung der Jahreslosung ist mir das Kleiner-Gleich-Zeichen eingefallen: Der Sache nach muss unser BARMHERZIG dem Gottes gleich sein. Der Quantität nach darf unser BARMHERZIG kleiner sein als das Gottes. So ergibt sich ein Kleiner-und-Gleich. Wenn wir anfangen, nur einen Bruchteil der Barmherzigkeit Gottes zu leben, dann werden wir schon dem Aufruf Jesu entsprechen und Gottes Willen in der Welt verwirklichen.

Neben das Kleiner-Gleich-Zeichen habe ich daher BARMHERZIG gestellt – gleich, aber in verschiedener Größe.

Das Kleiner-Gleich-Zeichen enthält auch einen Richtungspfeil: Das BARMHERZIG Gottes kommt zu uns.

Text und Grafik: Günther Seibold – Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers verwendet.

Online-Weihnachtsgottesdienst in Gebärdensprache für die Duisburger Gehörlosengemeinde

Wegen des neuen Lockdowns kann auch der in Duisburg geplante Weihnachtsgottesdienst der Gehörlosengemeinden nicht vor Ort gefeiert werden. Darum hat ein Team um Pfarrer Volker Emler von der Gehörlosen- und Schwerhörigenseelsorge einen Weihnachtsgottesdienst in Gebärdensprache aufgezeichnet. Zu sehen ist er auch über die Internetseite www.kirche-duisburg.de. 

Pfarrer Volker Emler von der Gehörlosen- und Schwerhörigenseelsorge der evangelischen Ruhrgebietskirchenkreise Essen, An der Ruhr/Mülheim, Duisburg und Oberhausen betreut auch die Duisburger Gehörlosengemeinde. Mit ihr feiert er in besseren Zeiten die Sonntagsgottesdienste in der Duisburger Marienkirche, und zwar ohne Orgel, ohne Kirchenmusik aufgrund der Gehörlosigkeit, „aber mit der Poesie von Gebärdenliedern, die von den gehörlosen Gottesdiensthelferinnen und -helfern vorgetragen werden.“ Dies alles war und ist jetzt während der Pandemie nicht möglich, aber die Internetandachten und -gottesdienste in Gebärdensprache helfen mit, den Kontakt aufrecht zu erhalten.  

Zu sehen ist der Weihnachtsgottesdienst in Gebärdensprache auch direkt hier auf  YouTube

Quelle: EKIR