Johann Hinrich Wichern unterwegs in Ruhrort an den Adventssonntagen

Das Kirchenboot „Johann Hinrich Wichern“ des evangelischen Binnenschifferdienstes Duisburg und Deutsche Seemannsmission ist in der Adventszeit in den Häfen zwischen Duisburg und Oberhausen gut hörbar unterwegs, denn Posaunenchöre spielen an Bord adventliche Musik. Sie bringen den Menschen auf den Schiffen auf Rhein und Ruhr aber auch den Zuhörern an den Ufern auf diese Weise einen vorweihnachtlichen Gruß.

In diesem Jahr ist die Musik an diesen Stellen besonders gut zu hören: Am 1. Advent, 27. November gegen 11.30 Uhr am Innenhafen Buckelbrücke, 12.30 Uhr am Leinpfad in Ruhrort und gegen 16 Uhr am Leinpfad in Ruhrort. Am zweiten Advent, 4. Dezember gegen 11.30 Uhr an der Marina Oberhausen und gegen 13 Uhr am Oberhausener Kaisergarten. Am 4. Advent, 18. Dezember spielt die Musik gegen 11.30 Uhr am Duisburger Innenhafen und zum Abschluss gegen 12.30 Uhr und 16.30 Uhr in Ruhrort am Leinpfad. Frank Wessel, Pfarrer des Evangelischen Binnenschifferdienstes Duisburg weist darauf hin, dass alle Zeiten Schätzzeiten sind, „(…) denn Wetter, Schleusen und die Pandemie können den Fahrplan durcheinander bringen oder die Durchführung der Posaunenfahrten ganz verhindern.“ Infos zum Duisburger Binnenschifferdienst gibt es hier.

Meditative Konzentration auf das Wesentliche des Glaubens: Taizé-Gottesdienst in Hamborn

© Peter Bongard / fundus-medien.de

Am Sonntag, 6. November 2022 feiert die evangelische Gemeinde Hamborn um 18 Uhr in der Friedenskirche Hamborn, Duisburger Str. 174, einen festlichen Taizé-Gottesdienst. Fester Bestandteil sind die besondere Lichtatmosphäre und die Taizé-Melodien, die erklingen werden. Die singende Gemeinde wird dabei von einem Vokalensemble aus Meiderich unterstützt. In der „Communité de Taizé“, gegründet 1940 von Frère Roger in Taizé / Burgund, haben Nächstenliebe und Versöhnung eine wichtige Bedeutung. Die Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche sind bedeutsam für diese Gottesdienste. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.friedenskirche-hamborn.de.

Andacht: Die Gemeinde als Baustelle

Bundesarchiv, Bild 183-R87780 / CC-BY-SA 3.0

In einer der letzten Andachten hat mein Kollege Klaus Fleckner die Arbeit der Gemeinde mit einer Baustelle verglichen. Ich möchte das Bild einmal aufnehmen. 

Auf einer Baustelle laufen ganz verschiedene Leute rum. Da treffen hochausgebildete Fachkräfte auf Leute, die richtig zupacken können. Es gibt Architekten und Bauleiter, die den Überblick behalten und alle koordinieren. Und wenn es gut läuft, steht sich keiner im Weg und alle können ohne Verzögerungen und Ärger ihre Arbeit gut machen. 

In der Bibel gibt es ein ganz ähnliches Bild. Paulus schreibt im 4. Kapitel des Epheserbriefs: „Und er selbst hat jedem eine besondere Gabe geschenkt: Die einen hat er zu Aposteln gemacht. Andere zu Propheten oder zu Verkündern der Guten Nachricht. Und wieder andere zu Hirten oder Lehrern. Deren Aufgabe ist es, die Heiligen für ihren Dienst zu schulen. So soll der Leib von Christus aufgebaut werden.“

Der Leib von Christus ist die Gemeinde. Und auch dort laufen ganz verschiedene Leute rum. Einige konnte ich schon kennenlernen in den letzten Wochen. Da gibt es hochausgebildete Fachkräfte, die sich mit Finanzen, Denkmalschutz, Musik, Technik, Pädagogik usw. auskennen. Und es gibt Leute, die packen gerne an. Die sind da, wenn es drum geht, Tische zu stellen, etwas umzuräumen, zu renovieren usw. 

Und es braucht sie alle. Wir alle haben von Gott Gaben bekommen, die wir für seine Gemeinde einsetzen können. Ich hoffe, dass Sie Ihre Begabungen kennen. Was können Sie richtig gut? Was macht Ihnen richtig Spaß? Das ist vermutlich Ihre Gabe. Fördern Sie sie! In der Gemeinde gibt es viel zu tun. Wir sind ganz gespannt auf Ihre Begabung und Ihre Ideen. Kommen Sie gern auf uns zu!

Wir hauptamtliche haben am meisten Zeit für die Gemeinde, weil wir keine weiteren beruflichen Verpflichtungen haben. Aber wir sind nicht wichtiger für das Gemeindeleben als Sie und Ihre Begabungen! Und wenn Sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen: Paulus schreibt von Hirten. Das Lateinische Wort für „Hirte“ ist „Pastor“. Und deren Job in der Gemeinde ist, für Sie da zu sein und Sie bei der Entfaltung Ihrer Gaben zu unterstützen.

Ich bin gespannt, was wir gemeinsam entdecken werden und freue mich auf die gemeinsame Arbeit auf dieser Baustelle. Lassen Sie uns immer das große Ganze im Auge behalten. Wir stellen nicht Tische, sondern wir sorgen für eine einladende Atmosphäre, dass Leute sich wohlfühlen und offen sind für Gott. Wir tragen nicht Gemeindebriefe aus, sondern wir bringen den Leuten ein Stück Gemeinde nach Hause, damit sie nicht einsam sind und damit sie von der Andacht angesprochen werden oder sich einladen lassen.

Sie sehen, alle Begabungen arbeiten auf das Eine hin: Dass der Leib Christi aufgebaut wird.

Gesegnetes Mitbauen!

Lukas Eggen 

Musik im Gottesdienst: Truhenorgel und Flöte am Totensonntag

Foto: Christian Spließ

Ines Auffermann muss man eigentlich nicht mehr besonders vorstellen, denn schon in der Vergangenheit hat sie Passionsandachten und Gottesdienste in unserer Gemeinde musikalisch bereichert. Zudem ist sie als Musikerin im Kirchenkreis überaus aktiv, so unter anderem auch im Flötenensemble der Kirchengemeinde Neudorf-West.

Wir freuen uns, dass Frau Auffermann wieder am Totensonntag im Gottesdienst zu Gast sein wird. Erklingen werden Stücke, die nicht so häufig zu hören sind. So unter anderem eine Sarabande von J. A. Schmierer und Kompositionen aus einer Suite von J. C. F. Fischer. Kirchenmusiker Christian Spließ begleitet an der Truhenorgel.

Photo: Christian Spließ

Kirchenmusik in Hamborn: Flyer erschienen

Überaus vielfältig ist das kirchenmusikalische Angebot in Hamborn bis Ende Dezember. So gastiert Pop-Kantor Daniel Drückes mit “Trostliedern” aus Pop und Rock im November in der Kirche, “Kleine Welten” können im vorweihnachtlichem Programm erkundet werden und die Weihnachtsgeschichte in Bildern des 16. und 17. Jahrhunderts wird etliche Details neu ins Licht setzen. Ein Wermutstropfen ist allerdings bei den angekündigten Terminen dabei: Die Veranstaltung am 16.10. kann leider nicht stattfinden, da der Referent erkrankt ist. Sie wird aber so bald wie möglich nachgeholt.

Die analoge Variante liegt bei uns in der Kirche aus.

Woche der seelischen Gesundheit: „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft”

Vom 10. bis 20. Oktober 2022 nimmt die Woche der Seelischen Gesundheit in diesem Jahr unsere sozialen Beziehungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Blick.

Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft” setzt sich die Aktionswoche dafür ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Denn: Reden hilft und kann entstandene Gräben überwinden und zu einem neuen Miteinander beitragen.

Bundesweit finden zahlreiche Veranstaltungen sowohl digital als auch live vor Ort statt. Alle sind eingeladen, bei verschiedenen Veranstaltungsformaten und Aktionstagen die kleinen und großen Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennenzulernen. Ob Vorträge, Workshops, Podcasts oder Kunstausstellungen, jährlich beteiligen sich rund 50 Regionen und Städte mit insgesamt über 400 Präsenz- und Online-Veranstaltungen.

Die Veranstaltungen der Aktionswoche sind in der Regel kostenfrei und richten sich an alle Generationen. Sie tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen und Betroffene sowie deren Angehörige einzubinden. Die Angebote wollen jeden motivieren, offen über seine Probleme zu reden, sich Hilfe zu suchen und vor allem Präventions- und Beratungsangebote in der Nähe kennenzulernen.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unterstützt alle Veranstalter, Betroffenen und Interessierten inhaltlich mit fachlichen Informationen, Hilfsangeboten und Tipps sowie Experteninterviews zum Thema der Aktionswoche. Darüber hinaus koordiniert das Bündnis den bundesweiten Online-Veranstaltungskalender, das Programmheft für alle Berliner Veranstaltungen und die große Auftaktveranstaltung am 10. Oktober 2022 vor Ort in Berlin, die ebenso im Livestream auf dem YouTube-Kanal des Aktionsbündnisses verfolgt werden kann.

Das Aktionsbündnis setzt auf Vielfalt statt Ausgrenzung und engagiert sich für eine offene und inklusive Gesellschaft!

Gemeinsam durch die Energiekrise: Diakonie und Kirche starten Aktion #wärmewinter

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie Deutschland rufen angesichts der hohen Belastung vieler Menschen durch die gestiegenen Energiepreise die Aktion #wärmewinter ins Leben. Diakonie und Kirche öffnen in diesem Herbst und Winter ihre Türen und schaffen in ganz Deutschland wärmende Orte, wo Betroffene Hilfe erhalten, sich aber auch über ihre Rechte informieren können. Außerdem soll die Aktion auf die vielen bereits bestehenden Angebote von Diakonie und Kirche hinweisen, darunter zum Beispiel die Allgemeine Sozialberatung oder die Schuldnerberatung. Mit der gemeinsamen Kampagne setzen Diakonie und Kirche ein Zeichen gegen soziale Kälte und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Weitere Informationen und Materialen finden Sie auf www.waermewinter.de

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Viele sorgen sich vor der Kälte. Vor der fühlbaren Kälte in den eigenen vier Wänden – und vor der bürokratischen Kälte in den Kündigungsschreiben von Energieversorgern und Vermietern. Uns Kirchen kommt in diesem Winter eine besondere Verantwortung zu: Wir sind in unserer christlichen Verantwortung dazu gerufen, der Kälte mit Herzenswärme zu begegnen. Es gilt, unsere Räume all jenen zu öffnen, die Hilfe benötigen, und uns für diejenigen einzusetzen, deren Stimmen nicht gehört werden.“

Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: „Mit dem #wärmewinter wollen wir ein Zeichen setzen, dass Kirche und Diakonie niemanden alleine in der Kälte stehen lassen. Sozialer und realer Kälte setzen wir – wie populistischen Versuchen unsere Gesellschaft zu spalten – praktische Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit entgegen und tun dies bereits in vielen Beratungsstellen und Einrichtungen. Mit der Aktion verbinden wir die Hoffnung, dass sich viele weitere lokale Initiativen und Kirchengemeinden anschließen, mit viel Kreativität weitere Angebote schaffen und sich untereinander und mit der Diakonie vor Ort vernetzen. Daneben setzen wir darauf, dass der #wärmewinter in die Köpfe und Herzen auch der Menschen dringt, die sich keine finanziellen Sorgen machen müssen und die steuerlichen Entlastungen der Regierung, wie die 300 Euro Energiepauschale, gar nicht benötigen. Wir appellieren an alle, die das Geld nicht brauchen: Geben sie es direkt an die Mitmenschen weiter, die es dringender benötigen – über eine Spende an eine soziale Einrichtung, eine Initiative oder die direkte Unterstützung der Nachbarn.“

Unter www.waermewinter.de gibt es Infos und Materialien rund um die Aktion.