Alpha-Kurs startet am 16.01.!

Hat das Leben einen Sinn? Gibt es noch etwas Größeres? Wie ist das mit dem Leid in der Welt? Fragen, die wir uns alle schon mal gestellt haben. In dem am 16.01.2023 startenden Alpha-Kurs im Laurentiustreff in der Flottenstr. 8 ab 18:00 Uhr können diese Fragen mit Anderen in einer zwanglosen Runde besprochen werden. Dabei geht es um einen Austausch von Glaubensstandpunkten, um die Diskussion von Fragen, auf die man alleine vielleicht keine Antwort findet. Gestartet wird stets mit einem gemeinsamen Essen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs ist auf einige Wochen ausgelegt, wer reinschnuppern möchte kann dies am ersten Termin tun. Der Ansprechpartner ist Lukas Eggen, lukas.eggen@ekir.de oder Telefon/Whatsapp 0176 47520486.

Winterkirche in Beeck

Ab dem 01.01.2023 bis zum 20.03.2023 finden unsere Gottesdienste in der Markuskirche am Ostackerweg 75 statt. Die Beecker Kirche bleibt in dieser Zeit geschlossen.

Foto: Thomas.Bottrop – CC-Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Schlechte Zeiten – gut für Weihnachten?

Wenn Eltern oder Großeltern von Weihnachten erzählen, dann hören wir oft Geschichten aus der Kriegs- oder Nachkriegszeit, wie das Fest mit ganz kargen Mitteln und in widrigen Umständen gefeiert wurde. Das Fazit ist fast immer: Trotz allem war es ein tolles Fest, und die Menschen konnten mit ganz wenigem zufrieden und vor allem auch glücklich sein.

Daraus müsste man eigentlich den Schluss ziehen:

Schlechte Zeiten sind wohl gut für Weihnachten.

Damit liegen wir auch schon ganz nah beim ersten Weihnachten mit der Geburt Jesu, wovon in der Bibel erzählt wird. Denn da war die Zeit so schlecht, wie wir uns das kaum vorstellen können. Die Unterdrückung durch die Römer und deren Soldaten war unerträglich. Armut und Angst prägten das Leben. Die Jahrhunderte alten Geschichten der Propheten, die von ähnlichen Erfahrungen erzählten, wurden wieder lebendig, und weckten neue Hoffnung auf bessere Zeiten. 

Von Jesaja ist aus schlechter Zeit ein solcher Hoffnungssatz überliefert:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. (Jesaja 9,1+5)

Die Zuhörer des Propheten sollen damals Licht am Ende des Tunnels sehen, in einer Zeit, in der sie von Gott allenfalls noch mehr Unheil, aber nichts Gutes mehr erwarten. Ein erbarmungsloser Krieg hatte das Land und alle Hoffnungen zerstört, von jahrelangen Belagerungen waren die Menschen zermürbt. Aber jetzt sollen sich die Machtverhältnisse ändern. Die Unterdrücker sind am Ende und die Unterdrückten dürfen wieder frei atmen. Ein Kind tritt an die Stelle der bisherigen Machthaber und bringt Frieden.

Ein Teil der Menschen hörte das als Geburtsanzeige vom Königshof, die anderen spürten, dass mehr dahinter steckt: Nicht nur ein kleiner Prinz, der zwanzig oder dreißig Jahre später als neuer König doch wieder in die alt hergebrachte Herrschaft zurückfällt, sondern ein göttliches Kind kommt, das die Menschen so in seinen Bann zieht, dass sie alle Machtansprüche abgeben und Recht und Gerechtigkeit gelten lassen. 

Jedes Kind, das seitdem geboren wurde offenbarte eigentlich diese Hoffnung, aber die meisten Menschen blieben blind dafür, bis das eine Kind in der Krippe im Stall von Bethlehem zur Welt kam.

Dieses alte Prophetenwort wurde im Lauf der Zeit zur neuen Hoffnung und zum wichtigen Teil der Weihnachtsbotschaft. Es lässt die kindlichen Vorstellungen von machtloser Gerechtigkeit zur Zukunftsvision werden. 

Kinder haben immer noch viel größeres Gespür und mehr Phantasie dafür, wie Menschen in Gerechtigkeit zusammen leben können. 

Wenn unsere Gegenwart und Zukunft durch Inflation, Klimawandel, Krieg, Pandemie und schlechte Politik also völlig dunkel und hoffnungslos ist, wie es zurzeit fast überall verbreitet wird, dann ist wohl jetzt eine gute Zeit, um den weihnachtlichen Traum neu aufleben zu lassen.

Wenn schlechte Zeiten für Weihnachten gut sind, dann ist jetzt die Chance für eine Neuentdeckung: 

Nicht die Starken haben das Recht zu bestimmen, wo es lang geht, sondern die Schwachen geben die Orientierung. 

Fast alle Weihnachtsgeschichten, die in der Bibel genauso wie die in unzähligen Geschichtenbüchern, lesen sich quer zur Alltagserfahrung und wollen Mut in hoffnungslosen Zeiten machen. 

Vielleicht wächst aus dem Unbehagen über das, was alte Leute von früher erzählen, die Kraft und der Mut, sich doch noch für die erträumten Veränderungen einzusetzen, und an einer lebenswerten Zukunft zu arbeiten, statt nur den Mangel zu verwalten. Mit einer großen Hoffnung ist es auch zu ertragen, wenn nicht alle Träume und Wünsche sofort in Erfüllung gehen. 

Gott verspricht, dass seine Kraft in den Schwachen mächtig ist.

Und wenn es doch noch kein rundum gutes Weihnachtsfest wird, dann setzen wir dagegen unseren Gruß, der ja nicht „Gute Weihnachten“ lautet, sondern: Frohe Weihnachten.

Pfarrer i.R. Tereick

Johann Hinrich Wichern unterwegs in Ruhrort an den Adventssonntagen

Das Kirchenboot „Johann Hinrich Wichern“ des evangelischen Binnenschifferdienstes Duisburg und Deutsche Seemannsmission ist in der Adventszeit in den Häfen zwischen Duisburg und Oberhausen gut hörbar unterwegs, denn Posaunenchöre spielen an Bord adventliche Musik. Sie bringen den Menschen auf den Schiffen auf Rhein und Ruhr aber auch den Zuhörern an den Ufern auf diese Weise einen vorweihnachtlichen Gruß.

In diesem Jahr ist die Musik an diesen Stellen besonders gut zu hören: Am 1. Advent, 27. November gegen 11.30 Uhr am Innenhafen Buckelbrücke, 12.30 Uhr am Leinpfad in Ruhrort und gegen 16 Uhr am Leinpfad in Ruhrort. Am zweiten Advent, 4. Dezember gegen 11.30 Uhr an der Marina Oberhausen und gegen 13 Uhr am Oberhausener Kaisergarten. Am 4. Advent, 18. Dezember spielt die Musik gegen 11.30 Uhr am Duisburger Innenhafen und zum Abschluss gegen 12.30 Uhr und 16.30 Uhr in Ruhrort am Leinpfad. Frank Wessel, Pfarrer des Evangelischen Binnenschifferdienstes Duisburg weist darauf hin, dass alle Zeiten Schätzzeiten sind, „(…) denn Wetter, Schleusen und die Pandemie können den Fahrplan durcheinander bringen oder die Durchführung der Posaunenfahrten ganz verhindern.“ Infos zum Duisburger Binnenschifferdienst gibt es hier.

Meditative Konzentration auf das Wesentliche des Glaubens: Taizé-Gottesdienst in Hamborn

© Peter Bongard / fundus-medien.de

Am Sonntag, 6. November 2022 feiert die evangelische Gemeinde Hamborn um 18 Uhr in der Friedenskirche Hamborn, Duisburger Str. 174, einen festlichen Taizé-Gottesdienst. Fester Bestandteil sind die besondere Lichtatmosphäre und die Taizé-Melodien, die erklingen werden. Die singende Gemeinde wird dabei von einem Vokalensemble aus Meiderich unterstützt. In der „Communité de Taizé“, gegründet 1940 von Frère Roger in Taizé / Burgund, haben Nächstenliebe und Versöhnung eine wichtige Bedeutung. Die Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche sind bedeutsam für diese Gottesdienste. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.friedenskirche-hamborn.de.

Andacht: Die Gemeinde als Baustelle

Bundesarchiv, Bild 183-R87780 / CC-BY-SA 3.0

In einer der letzten Andachten hat mein Kollege Klaus Fleckner die Arbeit der Gemeinde mit einer Baustelle verglichen. Ich möchte das Bild einmal aufnehmen. 

Auf einer Baustelle laufen ganz verschiedene Leute rum. Da treffen hochausgebildete Fachkräfte auf Leute, die richtig zupacken können. Es gibt Architekten und Bauleiter, die den Überblick behalten und alle koordinieren. Und wenn es gut läuft, steht sich keiner im Weg und alle können ohne Verzögerungen und Ärger ihre Arbeit gut machen. 

In der Bibel gibt es ein ganz ähnliches Bild. Paulus schreibt im 4. Kapitel des Epheserbriefs: „Und er selbst hat jedem eine besondere Gabe geschenkt: Die einen hat er zu Aposteln gemacht. Andere zu Propheten oder zu Verkündern der Guten Nachricht. Und wieder andere zu Hirten oder Lehrern. Deren Aufgabe ist es, die Heiligen für ihren Dienst zu schulen. So soll der Leib von Christus aufgebaut werden.“

Der Leib von Christus ist die Gemeinde. Und auch dort laufen ganz verschiedene Leute rum. Einige konnte ich schon kennenlernen in den letzten Wochen. Da gibt es hochausgebildete Fachkräfte, die sich mit Finanzen, Denkmalschutz, Musik, Technik, Pädagogik usw. auskennen. Und es gibt Leute, die packen gerne an. Die sind da, wenn es drum geht, Tische zu stellen, etwas umzuräumen, zu renovieren usw. 

Und es braucht sie alle. Wir alle haben von Gott Gaben bekommen, die wir für seine Gemeinde einsetzen können. Ich hoffe, dass Sie Ihre Begabungen kennen. Was können Sie richtig gut? Was macht Ihnen richtig Spaß? Das ist vermutlich Ihre Gabe. Fördern Sie sie! In der Gemeinde gibt es viel zu tun. Wir sind ganz gespannt auf Ihre Begabung und Ihre Ideen. Kommen Sie gern auf uns zu!

Wir hauptamtliche haben am meisten Zeit für die Gemeinde, weil wir keine weiteren beruflichen Verpflichtungen haben. Aber wir sind nicht wichtiger für das Gemeindeleben als Sie und Ihre Begabungen! Und wenn Sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen: Paulus schreibt von Hirten. Das Lateinische Wort für „Hirte“ ist „Pastor“. Und deren Job in der Gemeinde ist, für Sie da zu sein und Sie bei der Entfaltung Ihrer Gaben zu unterstützen.

Ich bin gespannt, was wir gemeinsam entdecken werden und freue mich auf die gemeinsame Arbeit auf dieser Baustelle. Lassen Sie uns immer das große Ganze im Auge behalten. Wir stellen nicht Tische, sondern wir sorgen für eine einladende Atmosphäre, dass Leute sich wohlfühlen und offen sind für Gott. Wir tragen nicht Gemeindebriefe aus, sondern wir bringen den Leuten ein Stück Gemeinde nach Hause, damit sie nicht einsam sind und damit sie von der Andacht angesprochen werden oder sich einladen lassen.

Sie sehen, alle Begabungen arbeiten auf das Eine hin: Dass der Leib Christi aufgebaut wird.

Gesegnetes Mitbauen!

Lukas Eggen