Offene Kirche in Beeck: Jeden Dienstag von 10:00 bis 11:00 Uhr

Photo: Tijmen Aukes

Das Presbyterium unserer Gemeinde hat beschlossen, dass die Beecker Kirche für Besucher einmal wöchentlich für eine Stunde zum stillen Gebet geöffnet sein soll. Wir tun das in dem Wissen, dass die Gelegenheit zu Andacht und Gebet in einem Gotteshaus  wichtig ist, auch wenn kein Gottesdienst stattfindet.

Öffnungszeit Beecker Kirche dienstags 10 – 11 Uhr 

Dabei sind selbstverständlich so wie bei Gottesdiensten die Hygieneregeln einzuhalten: Desinfektion der Hände, Sicherheitsabstand, begrenzte Teilnehmerzahl und das Tragen einer OP-Maske oder FFP2-Maske, die mitgeführt werden sollen.  

Corona-Andacht: Geduld und Ausdauer gerade in schwerer Zeit

Von Thomas Cole – http://www.humanitiesweb.org/human.php?s=g&p=c&a=p&ID=2652[1] http://www.the-athenaeum.org/art/detail.php?ID=8567, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182991

Wochenspruch für den ersten Sonntag in der Passionszeit (Sonntag Invokabit): Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Joh 3,8b

Über viele Jahrhunderte haben Christen an den Teufel geglaubt, weil er an vielen Stellen der Bibel erwähnt wird. Im modernen Denken aber gilt der Teufel als mythologische Figur und gehört nach heutiger Auffassung ins Reich der Legenden. Manche Christen halten dennoch an der Teufelsvorstellung fest, weil sie von der unsichtbaren Realität des Bösen überzeugt sind. 

Nun wird niemand bestreiten, dass es böse Gedanken, böse Worte und böse Taten gibt. Schon Jesus hat davon gesprochen, dass sie aus dem Inneren, dem Herzen des Menschen entspringen, und sie zeigen sich in Feindschaft, Hass, Gewalt und Unversöhnlichkeit.  So steht der Teufel als Begriff für die Realität des Bösen in der Welt. Aber es ist bedeutungsvoll, dass er keinen Platz im Glaubensbekenntnis gefunden hat. Man muss nicht an ihn „glauben“.

Als Christen glauben wir an den Sohn Gottes, seine heilende Macht der Liebe, die uns Menschen von dem Bösen erlösen will.  Was auch immer wir von der biblischen Gestalt des Teufels halten – er soll  keinen Platz in unserem Glauben einnehmen.  

Als Prediger des Reiches Gottes hat Jesus zur Umkehr von dem Bösen aufgerufen und Gottes grenzenlose Barmherzigkeit verkündet. Er hat sich Sündern zugewandt, um ihnen zu vergeben, und ihnen den Weg zu Glaube und Nächstenliebe gewiesen. Als Wundertäter und Arzt hat Jesus in der Vollmacht des Geistes Gottes auch körperliche und geistige Krankheiten geheilt. Letztere sah man damals als Zeichen dämonischer Besessenheit und Werk des Teufels an.  Und so hat er vielen Menschen geholfen, mit der frohen Botschaft des Evangeliums und Wundern und Zeichen in der Kraft des Geistes.

In der nun angebrochenen Passionszeit denken wir an Jesu besonderen Dienst an uns durch seinen Leidensweg zum Kreuz auf Golgatha. Es ist fester Bestandteil des christlichen Glaubens, dass er dies „uns zugut“ getan hat, in stellvertretender Übernahme menschlicher Schuld, und dass er sie durch seinen Kreuzestod ein für allemal gesühnt hat. „Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo ist dein Sieg?“ hat der Apostel Paulus die Heilstat Gottes im Opfer Jesu kommentiert. „Er hat der Schlange den Kopf zertreten“ formulierten es andere Zeugen und meinen damit, dass die Werke des Teufels, die Macht von Sünde und Tod dadurch gebrochen wurden. 

Dieser Glaube an Gottes Liebe und die Erlösung durch Jesus Christus gibt Hoffnung und Mut, Geduld und Ausdauer gerade in schwerer Zeit. Er kann und soll uns auch durch die Corona-Zeit tragen. Ja, das Coronavirus ist „böse“, sagen uns Ärzte und Virologen, und meinen damit, dass es sehr gefährlich sei. Aber anders als die Gläubigen früherer Zeiten es sahen, ist Krankheit weder ein Werk des Teufels noch eine Strafe Gottes. 

Darum sollen wir inmitten aller Sorge auf Gottes Hilfe und Bewahrung vertrauen. Er gibt uns Kraft und Hoffnung für jeden neuen Tag. Schauen wir auf Gott, der aus der Not erretten kann, und auf Jesus Christus, der seinen Leidensweg bis ans Ende gegangen ist. Am Ende siegen die Hoffnung und das Vertrauen. Und das bedeutet, mit Dietrich Bonhoeffers Worten in EG 652:

 „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Ihre Pfarrer Rüdiger Klemm und Klaus Fleckner

Aktion #Lichtfenster – Erinnern an die Corona-Einsamen

Menschen stellen jeden Freitag bei Einbruch der Dunkelheit ein Licht ins Fenster und bringen damit zum Ausdruck, dass sie an die Menschen in den Altenheimen und alle einsamen Menschen, und an die während der Pandemie Verstorbenen und ihre Angehörigen denken. Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg unterstützt diese Aktion des Bundespräsidenten und ruft zum Mitmachen auf.

In diesen Wochen sterben in Deutschland täglich hunderte Menschen als Folge der Corona-Pandemie. In diesen dunklen Stunden möchte die EKD einen Weg aufzeigen, wie die Menschen ihre Trauer und ihr Mitgefühl ausdrücken können. Deshalb ruft sie gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Aktion #lichtfenster auf.

Stellen Sie an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster als Zeichen des Mitgefühls: in der Trauer um die Verstorbenen, in der Sorge um diejenigen, die um ihr Leben kämpfen, Mitgefühl mit den Angehörigen der Kranken und Toten. Das Licht leuchtet Ihnen in Ihrer Wohnung aber auch Ihren Nachbarn und den Menschen auf der Straße. Es soll ein Zeichen der Solidarität in dieser doppelt dunklen Jahreszeit sein: Ich fühle mit Dir! Meine Gedanken sind bei Dir!

Die Aktion #lichtfenster des Bundespräsidenten hat auch die Unterstützung von Dr. Christoph Urban. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg will sich selbst an der Aktion beteiligen und hat heute auch Gemeinden, Einrichtungen und Werke eingeladen, jeden Freitag mit einem Licht im Fenster ein Zeichen im Sinne von #lichtfenster zu setzen. 

Quelle: EKD

Corona-Newsletter werden fortgesetzt

LICENSE: Creative Commons Zero – CC0 – Public Domain. PHOTO CREDIT: Markus Spiske / freeforcommercialuse.net 

Liebe Gemeindeglieder,

im zweiten Coronajahr haben wir die im vorigen Jahr begonnene Reihe der Corona-Andachtsbriefe wieder aufgenommen. So lange der Sonntagsgottesdienst ausgesetzt ist, wollen wir Ihnen in lockerer Folge (ein wöchentliches Erscheinen werden wir krankheitsbedingt wohl nicht leisten können) einige Gedanken zu einem biblischen Text anbieten. Wenn Sie Bekannte haben, die auch gerne auf dieser Weise mit unserer Kirchengemeinde in Kontakt bleiben möchten, dann teilen Sie doch bitte deren Namen und Adresse Frau Ulrike Quester mit (Tel. 5785148 oder 0176 53211994). Sie kümmert sich dankenswerterweise um den Versand der Andachtsbriefe. Sie finden den Andachtstext natürlich auch auf dieser Webseite – die jeweils aktuellste Andacht wird dann angezeigt, wenn sie den Link klicken oder später auf die Kategorie ANDACHT im Menü gehen.

Es besteht wieder die Möglichkeit, so Sie trotz fehlendem Gottesdienst dennoch die Kollektenzwecke unterstützen möchten, dies durch Überweisung auf das Gemeindekonto zu tun: Evangelische Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck, IBAN DE46 3506 0190 1010 1010 14 Stichwort „Gemeindediakonie“ oder „Binnenschiffer“ (24.1.) oder „Flüchtlingsarbeit Ungarn“ (31.1.). Neu anerkannte Geflüchtete erhalten fast ausschließlich über das Flüchtlingswerk der Reformierten Kirche Ungarns Wohnraum. Sprachkurse, humanitäre Hilfe und Beratung werden angeboten. Entscheidend ist, dass diese Menschen Gemeinschaft erleben.

Ende Januar geht mit der sogenannten Epiphaniaszeit (Epiphanias=Erscheinung (Jesu) die Weihnachtszeit zu Ende. Die Evangelien dieser Sonntage, Sie können es in Ihrer Bibel nachschlagen, berichten vom Wirken Jesu, das nicht vor menschlichen Grenzen Halt macht (Matthäus 8, 5-13, am 24.1.), und von seiner Verklärung als strahlende Sonne (Matthäus 17, 1-9, am 31.1.). Das Licht strahlt hell – so hell, dass die Jünger, die die „Verklärung Jesu“ erleben, diesem Moment am Liebsten festhalten möchten.

Ihre Pfarrer Klaus Fleckner, Rüdiger Klemm und Pfarrer i.R. Tijmen Aukes