Digitaler Klageraum: Trauer und Fürbitten im Netz

Photo: Rolf Schotsch

Nach verheerenden Unwettern in der Nacht zu Donnerstag, 15. Juli, die in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auch Gebiete der Evangelischen Kirche im Rheinland getroffen haben, ist die Not bisweilen unaussprechlich. Deshalb hat die rheinische Kirche jetzt einen digitalen Klageraum eingerichtet – für Sorgen, Bitten, Trauer, aber auch für Anteilnahme.

Weiterlesen

Präses ruft zu Gebet und Spenden für die Opfer der Unwetter-Katastrophe auf

Dr. Thorsten Latzel, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland – Foto: Dominik ‘Asbach – Quelle: EKIR.de

Angesichts der Unwetter-Katastrophe in der Nacht zum heutigen Donnerstag, die auch Gebiete der Evangelischen Kirche im Rheinland getroffen hat, hat Präses Dr. Thorsten Latzel seiner Bestürzung Ausdruck verliehen. Nach Posts bereits am Vormittag in den sozialen Medien und in seinem Blog hat er sich jetzt auch in einer Videobotschaft geäußert – und ruft zu Spenden auf.  

„Ich bin tief erschüttert von den schrecklichen Bildern und Nachrichten, die uns aus den verschiedenen Gemeinden in den vergangenen Stunden erreichen. Menschen kamen ums Leben oder sind vermisst, Helfer starben dabei, wie sie anderen Menschen das Leben retten wollten, Häuser wurden überschwemmt, Menschen haben ihr Hab und Gut verloren“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel. Die alten Worte aus Psalm 69 bekämen im Augenblick eine ganz neue Brisanz. Dort heiße es: „Gott, hilf mir, denn das Wasser steht mir bis zur Kehle. Ich stecke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist!“

Beten, spenden – und dem Nachbarn helfen

Weiter appelliert der leitende Geistliche der rheinischen Kirche: „Ich rufe alle Christinnen und Christen auf: Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen. Spenden Sie: Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet, um den Betroffenen zu helfen. Und stehen Sie als Nachbarinnen und Nachbarn einander bei, wo immer Sie es im Augenblick können.“

Fürbitte für Betroffene, Trauernde und Nothelfer

Auch in einem Fürbittengebet erinnert die Evangelische Kirche im Rheinland an die Betroffenen, die jetzt Hilfe brauchen. Sie gedenkt derjenigen, die um Angehörige trauern, und richtet den Blick auf all die Männer und Frauen, die derzeit an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen.

Bilder und Berichte aus der rheinischen Kirche auch auf ekir.de

Es seien furchtbare Bilder und Berichte, „die wir aus vielen Teilen unserer Landeskirche erhalten“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in seinem Blog. Zum Beispiel aus dem bergischen Leverkusen: „Uns hat es ordentlich erwischt“, sagt Dr. Anika Distelrath-Lübeck, Baukirchmeisterin der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen. So stehe die Kirche am Bielert bis zu den Altarstufen mit Wasser und Schlamm voll. „Ich war selbst vor Ort und stand bis über den Bauchnabel im Wasser“, schildert sie die Situation. Betroffen sei auch das Gemeindehaus nebenan, wo der Keller unter Wasser steht. „Unser Kindergarten ist ebenfalls vollgelaufen, genauso wie das Verwaltungsgebäude.“ Aus Leverkusen ebenso wie aus weiteren von den Fluten betroffenen Orten auf dem Gebiet der rheinischen Kirche ist bei ekir.de zu lesen – die Berichterstattung wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.

Segenstankstellen im Alltag: Ich brauche Segen

Die Initiative „Ich brauche Segen“ möchte mitten im Alltag „Segenstankstellen“ aufstellen. Ein goldfarbener Aufkleber mit dem schlichten Satz „Ich brauche Segen“ führt über einen QR-Code, bzw. die Internetseite www.segen.jetzt auf 10 verschiedene Segensworte, die gelesen oder als Audio zugesprochen werden können.

Die Initiative ist aktuell getragen von mehreren evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern, sowie einigen kirchlichen Verbänden und Gemeinschaften. Weitere Hintergründe und Materialien zur Initiative finden Sie unter www.mi-di.de/materialien/ich-brauche-segen

Zweites sommerliches Konzert in der Friedenskirche: Improvisation ist Trumpf

Otto Maria Krämer – Quelle: Orgelimprovisation.de

Otto Krämer war schon 2017 zu Gast in der Friedenskirche und bekam viel Applaus für sein Orgelspiel zum Stummfilm „Der Glöckner von Notre Dame“. In diesem Jahr bestreitet er dort das zweite der 6 sommerlichen Konzerte: am 14. Juli um 20 Uhr spielt er unter dem Titel „Aus dem Ärmel geschüttelt“ Improvisationen; die musikalischen Themen aber werden zu Beginn mit dem Publikum festgelegt. 

Weiterlesen

Eröffnung des “Treffpunkt St. Laurentius” – Patronatsfest

Seit der Schließung der St. Laurentius-Kirche ist ein Jahr vergangen. Aufgrund der Corona-Pandemie war das Gemeindeleben der katholischen Brüder und Schwestern schon vorher eingeschränkt. Jetzt aber ist das wieder möglich und der Gemeindeausschuss St. Laurentius lädt ein, sich die Räumlichkeiten des neuen “Treffpunkt St. Laurentius” am 14. August ab 11:00 Uhr anzuschauen. Gleichzeitig wird das Patronatsfest gefeiert.

Begonnen wird mit der Messe um 11:00 Uhr in Flottenstraße 6 a. Der sonst übliche Gottesdienst in der Beecker Kirche entfällt. Anschließend kann das Haus besichtigt werden. Fürs leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Mittagessen sowie am Nachmittag Kuchen wie bei Muttern wird gereicht. Das Fest klingt gegen 16:00 Uhr aus.

Achtung: Wegen der noch geltenden Corona-Auflagen ist der Zutritt zum Treffpunkt nur mit Tragen einer FFP2-Maske möglich. Desweiteren müssen die Hände desinfiziert werden, ein Eintrag in die Teilnehmerliste muss vorgenommen werden. Desweiteren gilt: Zutritt gibt es für Geimpfte, Genesene oder Getestete.

Pfarrerdienst in Digitalen Räumen: Evangelische Landeskirche in Württemberg schafft erste digitale Pfarrstelle

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg gibt ihrer Digitalisierung einen weiteren kräftigen Schub: Mit zwei neuen 50-Prozent-Projektstellen für „Pfarrdienst in Digitalen Räumen“ bringt sie die Gemeindearbeit künftig noch vielfältiger ins Internet. Pfarrer Nicolai Opifanti (34) und Pfarrerin Sarah Schindler (33) sind jetzt für die Aufgabe ausgewählt worden. Beide haben sich bereits durch innovative digitale Angebote einen Namen gemacht, etwa mit den Instagram-Gottesdiensten „Pfarrer aus Plastik“.

Kirchenrat Norbert Stahl aus dem Personaldezernat des Oberkirchenrats sagt: „Mit den beiden neuen Projektstellen ist die württembergische Landeskirche EKD-weit ganz vorn. Das Ziel ist, auf innovative Weise die Grundaufgaben des Pfarrdienstes wahrzunehmen – Verkündigung, Seelsorge und Bildung.“ Schindler und Opifanti hätten sich als Team bewährt. „Sie stehen für einen modernen Pfarrdienst und gehören selbst zur Zielgruppe der 25- bis 40-Jährigen, die sie verstärkt erreichen möchten.“

Als landeskirchliche Pfarrer werden sie künftig die Auseinandersetzung mit Glaube und Kirche in Netzwerken wie Instagram, Twitter, Facebook, Clubhouse und TikTok fördern und zum Erfahrungsaustausch innerhalb der Kirche beitragen. Mit dem zweiten halben Dienstauftrag arbeiten beide weiter in ihren bisherigen Aufgaben: Sarah Schindler ist Pfarrerin bei der Dekanin in Stuttgart-Zuffenhausen, Nicolai Opifanti Pfarrer bei der Dekanin in Stuttgart-Degerloch.

Corona-Andacht: Das Kreuz mit dem Kreuz …

Autor. Twitters Open Emoji Lizenz:Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY 4.0). 

Warum reicht es eigentlich nicht, sich im Glauben an der Bergpredigt und den Gleichnisse Jesu zu orientieren? Die Wundergeschichten sind ja schon schwer zu verstehen, aber dass Jesus am Kreuz gestorben ist und dann wieder auferweckt wurde, das sprengt alles Vorstellungsvermögen unserer modernen und aufgeklärten Zeit und es widerspricht außerdem allen unseren Erkenntnissen. 

Weiterlesen