Achtung: Kein Präsenzgottesdienst am Ostersonntag

Anders als in der Presse angekündigt findet in unserer Gemeinde kein Präsenzgottesdienst am Ostersonntag statt. Die aktuellen Inzidienzzahlen für Ruhrort-Beeck sind über dem vom Presbyterium festgelegtem Grenzwert. Daher werden wir einen Gottesdienst für Ostern aufzeichnen. Den Link finden Sie dann auf dieser Seite.

Gottesdienstfahrplan für Ruhrort-Beeck

Photo: Tijmen Aukes

Am Ostersonntag und den folgenden Sonntagen plant die Gemeinde Ruhrort-Beeck neben digitalen Gottesdiensten, die auf dieser Seite verlinkt werden, auch Präsenzgottesdienste (Beginn 10 Uhr), sofern der Inzidenzwert der Vorwoche vor Ostern im Stadtbezirk Meiderich-Beeck deutlich unter 150 liegt. Den aktuellen Inzidenzwert der Vorwoche vor Ostern finden Sie in der Mittwochsausgabe Ihrer Tageszeitung am 31.03.21.

Besondere Hinweise: Für den Gottesdienst am Ostersonntag ist eine Voranmeldung bei unserer Küsterin Sylvia Winkel erforderlich, T.  0152 23985054. Anmeldezeitraum Mi 31.03, Do 01.04. und Sa 03.04.

Nach neuster Verordnung muss bereits draußen vor der Kirchengebäuden innerhalb eines Abstands von 50m eine Mund-/Nasenschutzmaske getragen werden.

Innerhalb von Kirchengebäuden sind OP-Masken oder FFP2-Masken zu tragen. Bei Bedarf kann man am Kircheneingang eine OP-Maske erhalten, die vor dem Betreten draußen anzulegen ist.

Im Übrigen gelten für den Gottesdienstbesuch die bereits bekannten Sicherheitsvorschriften (Abstand, Hände desinfizieren, Kontaktdaten, Sitzplan) 

VEM-Gottesdienst am Internationalen Tag gegen Rassismus

Am Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.) wollen Black, Indigenous and People of Color (BIPoC) aus Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelische Mission (VEM) ihre kirchliche Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt stellen. In einem digitalen Gottesdienst um 10 Uhr auf YouTube wollen die Menschen einen anderen Blickwinkel auf Kirche, Bibel und Gesellschaft ermöglichen. 

«Wir laden Gemeinden ein, sich an diesem Sonntag ganz bewusst unseren Gottesdienst anzuschauen, anstatt einen eigenen digitalen Gottesdienst auf die Beine zu stellen. So besteht die Möglichkeit, die Perspektive Schwarzer Menschen in Deutschland und in der Kirche einzunehmen und zu sehen, wie wir die weiße Kirche wahrnehmen, wo wir Rassismus erleben und wie wir die Bibel lesen und verstehen», so Sarah Vecera, BIPoC und stellvertretende Leiterin der Region Deutschland der VEM.

Für die musikalischen Beiträge im Gottesdienst sind Njeri Weth und Steve Ogedegbe (beide Stiftung Himmelsfels,  Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Spangenberg), Yotin Tiewtrakul (Nordkirche, Hamburg) und Alexan Walid (Weigle-Haus, Essen) zuständig. Ein Poetry Slam wird vorgetragen von Sarah Vecera (VEM). Die Predigten werden gehalten von Lusungu Mbilinyi (VEM) und Lý-Elisabeth Dang (Evangelische Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz). Die Fürbittengebete werden gesprochen von Alena Höfer, Bich Nhi Myo Dang (beide Evangelische Kirche im Rheinland) sowie Baraka Lwakatare (VEM).

People of Color (PoC) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen mit Rassismuserfahrung, die nicht als weiß, deutsch und westlich wahrgenommen werden und sich auch selbst nicht so definieren. Die Erweiterung BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) bezieht auch explizit indigene Menschen mit ein.

Der Internationale Tag gegen Rassismus wird jährlich am 21. März begangen und wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Das Datum erinnert an ein Massaker im Südafrikanischen Township Sharpeville am 21. März 1960, bei dem 69 Demonstranten durch Einheiten der South African Police erschossen und viele weitere wegen ihrer Hautfarbe diskriminierte Personen verletzt wurden. Das Datum gilt als ein Wendepunkt in der Geschichte Südafrikas.

Corona-Andacht: Das menschliche Leben in Gänze angenommen

Jesu Einzug in Jerusalem – Pietro Lorenzetti, 1320

Wochenspruch: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele (Matth 10, 28).

Liebe Leserin, lieber Leser,                                                        21. März 2021

am kommenden Sonntag beginnt mit Palmsonntag die Karwoche. Der Jubel der Menschen beim Einzug Jesu in Jerusalem steht in größtmöglichem Gegensatz zu seinem Leidensweg, der ihn ans Kreuz auf Golgatha führt. Es ist nur ein kleiner Schritt vom „Hosianna. Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn“ zum Geschrei der Menge vor Pontius Pilatus „Kreuzige ihn!“.  

Jesus hat das kommen sehen. Während seine Jünger auf dem Weg nach Jerusalem noch darum streiten, wer von ihnen im Reich des kommenden Königs von Israel die besten Plätze neben Jesus erhalten soll, macht er ihnen klar, dass daraus nichts wird. Er bereitet sie auf seinen baldigen Tod vor und nennt ihnen den Grund dafür: Sein Leben soll als „Lösegeld für viele“ dienen. Damit deutet er an, dass er durch seinen Dienst, sein Sterben am Kreuz, Erlösung von Sünde und Tod bewirken wird.

Daraufhin, so können wir es uns lebhaft vorstellen, gab es unter seinen Jüngern Widerspruch, Enttäuschung, Ernüchterung und Angst. Wie kann einer sehenden Auges in den Tod gehen? fragten nicht nur Jesu Anhänger damals – diese Frage begleitet die Geschichte der Kirche bis heute. Jesu Tod am Kreuz im Auftrag Gottes war und ist für viele Ärgernis und Stein des Anstoßes. Und doch ist dies zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens. Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, ist nicht ohne Karfreitag zu haben.

Die Botschaft daraus aber bedeutet Trost für alle, die in dunkler Zeit leben und leiden. Jesus, Sohn Gottes und Menschensohn, hat das menschliche Leben in seiner Gänze angenommen, mitsamt dem Leiden. Er lässt uns in schweren Stunden nicht allein, sondern begleitet uns und führt uns weiter auf unserem Weg, so dass wir mit dem Beter des 23. Psalms gewiss sein dürfen: „Und ob ich auch wanderte im finsteren Tal, du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“. Jesus als der gute Hirte lässt uns nicht im Stich.

Das gilt auch und gerade in Corona-Zeiten, in denen Angst und Sorge groß sind und Hoffnungen auf baldige Impfung durch Negativ-Schlagzeilen immer wieder enttäuscht werden. In alledem gilt es, das Vertrauen und die Hoffnung auf Gottes Beistand festzuhalten und zu bitten:

„Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns in allem Leiden. Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe schweren Zeiten“.                       Bleiben Sie behütet!  Ihr Klaus Fleckner

Gottesdienste starten wieder: Virtuell- und Präsenzangebote

Liebe Gemeindemitglieder!

Mehr denn je wird um die richtigen Entscheidungen im Umgang mit der Corona-Pandemie gerungen. Ob man bestehende Lockerungen beibehalten, sie gar ausweiten oder besser wieder zurücknehmen sollte ist in diesen Tagen und Wochen vor Ostern Gegenstand immer neuer Auseinandersetzungen zwischen Politikern, Berufsgruppen, Wirtschaftsvertretern und Epidemiologen. Es wird darum gestritten, ob man mutig weitere Öffnungen riskieren kann, weil es jetzt ja bald Schnelltests für alle geben und demnächst zügig geimpft werden soll oder ob man besser wieder vorsichtig zurück in den ursprünglichen Lockdown geht, weil die ansteckendere Corona-Mutation sich immer schneller ausbreitet.

Auch in den Kirchengemeinden spiegelt sich die unübersichtliche Lage bei der Frage, wie wir mit den Gottesdiensten verfahren wollen. Von Seiten des Gesetzgebers sind sie erlaubt, auch von Seiten der Landeskirche. Das hat zur Folge, dass jede Gemeinde selbst entscheiden muss, was sie tut. Die einen wollen ihre Gottesdienste wieder aufnehmen oder haben schon damit begonnen, andere, die ihre Kirchen schon geöffnet hatten, schließen sie wieder, unter Verweis auf die schnell steigenden Inzidenzwerte, und bieten nur digitale Gottesdienste an. 

Auch unser Presbyterium hat sich in einer Sondersitzung am 18. März mit der Frage beschäftigt und beschlossen. Für Karfreitag, Ostern und die nachfolgenden Sonntage laden wir wieder zu Präsenzgottesdiensten in die Beecker Kirche ein (Beginn 10 Uhr). 

Bedingung: In der Vorwoche müssen die Sieben-Tage Corona-Inzidenzwerte deutlich unter 150 liegen. Das muss von Woche zu Woche überprüft werden.  Anders gesagt: Sollten die Inzidenzzahlen in unserem Stadtbezirk Meiderich-Beeck für längere Zeit über 150 wachsen, werden die Präsenzgottesdienste vorläufig wieder eingestellt. Die jeweilige Entscheidung finden Sie auf der Website unserer Gemeinde, in den Schaukästen und im aktuellen Corona-Newsletter und soll auch in der Tagespresse veröffentlicht werden. 

Für diese Gottesdienste gelten die bekannten Coronaschutzauflagen, außerdem erhält jeder Besucher am Eingang eine Mund-/Nasenschutz-OP-Maske.

Außerdem sollen ab Karfreitag die geplanten Gottesdienste, ob sie nun mit oder ohne Gemeinde gefeiert werden, ins Internet auf die Website unserer Gemeinde eingestellt werden.  

Darüber hinaus aber soll unser Corona-Newsletter weiter fortgeführt werden, damit auch Menschen ohne Internetzugang ein Angebot unserer Gemeinde mit Andacht und Informationen bekommen. 

Ihre Pfarrer Klaus Fleckner und Rüdiger Klemm

Gottesdienst-Thematik: Sondersitzung des Presbyteriums am 18.03.

Wie lange noch?

Zwar versammelte sich das Presbyterium letzten Donnerstag, um über die Frage, ob und wann gegebenfalls Gottesdienst am Sonntag stattfinden werden zu diskutieren. Jedoch wird die endgültige Entscheidung wohl erst am Donnerstag in dieser Woche fallen. Bis dahin bitten wir um Geduld.

Evangelische Online-Gottesdienste in Duisburg

Einen Impuls der Woche lädt die Gemeinde Meiderich jede Woche auf ihrem Youtube-Kanal und Instagram hoch. Es existiert eine eigene Playliste dafür.

Ebenfalls jede Woche: Ein Gottesdienst auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde Obermeiderich:

Fünf nach Fünf – das Andachtsformat der Lutherkirche aus Duissern.

Ein Eckwort stellt die Gemeinde Wanheimerort auf Youtube ein.

Die Trinitatis-Gemeinde hat eine Übersicht über alle Online-Aktivitäten auf der Homepage.

Gemeindeleben findet statt – trotz Corona

Liebe Gemeindemitglieder!

Wir erinnern uns: Am 15. März 2020 mussten aufgrund einer kurzfristigen Verordnung der Stadt Duisburg unverhofft alle Gottesdienste ausfallen. Zweieinhalb Monatem bis zum Juni hat es gedauert, bis sie unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsauflagen wieder aufgenommen werden konnten. Am 20. Dezember 2020 wurden die Kirchentüren wegen der zweiten Corona-Infektionswelle und des daraus folgenden Lockdowns wieder geschlossen. Wieder sind zweieinhalb Monate vorbei. Wie geht es weiter? 

Mittlerweile ist die Beecker Kirche in der Zeit des Lockdowns jeden Dienstag von 10 – 11 Uhr für Andacht und stilles Gebet geöffnet. Ob sie demnächst auch wieder für die Sonntagsgottesdienste zur Verfügung stehen wird, darüber berät unser Presbyterium am 11. März. Wir hoffen sehr, dass die nun beginnenden Lockerungen in der Lockdown-Zeit auch eine Wiederaufnahme der Gottesdienste zulassen. Dies geschieht bereits in einigen evangelischen Gemeinden im Duisburger Süden und Westen, wo die wöchentlichen Inzidenzwerte relativ niedrig ausfallen. Im Stadtbezirk Hamborn aber, zu dem unsere Gemeinde gehört, liegen diese Zahlen noch deutlich höher. Das heißt, dass hier das Ansteckungsrisiko größer ist.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt – vorsichtige Öffnung oder vorläufig noch weitere Schließung: Im neuen Gemeindebrief finden Sie die für die kommenden Sonn- und Feiertage von der Landeskirche vorgeschlagenen Predigttexte. Auch wenn ein Gottesdienst ausfällt, haben Sie so die Gelegenheit, sich mit dem aktuellen Bibeltext zu beschäftigen. Wer dazu eine Predigt hören möchte, kann auf unserer Homepage den Link zu den aktuellen Internetgottesdiensten verschiedener Duisburger Gemeinden finden – oder sonntags einen evangelischen Fernsehgottesdienst schauen. 

Ihre Pfarrer Klaus Fleckner und Rüdiger Klemm

Corona-Andacht: Gott will, dass wir als Christen ein erfülltes Leben führen

Von Thomas Schoch – photo taken by Thomas Schoch, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=564257

Wochenspruch: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Luk 9, 62

Liebe Leserinnen und Leser!

Immer wieder im Leben gibt es Zeiten, in denen wir uns entscheiden müssen. Je nachdem, wie wichtig eine solche Entscheidung ist, ist es normal, sich dafür Bedenkzeit zu nehmen. Bei der Berufs- oder der Partnerwahl etwa gibt es das aus gutem Grund, denn längst nicht jeder ist sich sofort sicher, was für ihn nun richtig ist.

Allerdings ist in solchen oder anderen Situationen die Gelegenheit zur Entscheidung nicht unbegrenzt. Wer zu lange hin und her überlegt, dem kann es passieren, dass seine Chance plötzlich wieder vorüber ist. Die Firma nimmt einen anderen Bewerber, die Freundin, die zu lange auf einen Antrag warten muss, sucht sich plötzlich einen anderen. Dazu gibt es das Sprichwort: „Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist“.

Jesus hat gezielt Menschen in seine Nachfolge gerufen und viele haben sich schnell entschieden. Andere wollten erstmal noch wichtige Dinge zu Hause erledigen. Mit seinem Satz hat Jesus potentielle Anhänger aufgerufen, nicht lange zu zögern, sondern jetzt die Gelegenheit zu nutzen, mit ihm zu gehen. Das Vorbild dafür war er selbst. In der kurzen Zeit seines Wirkens hat er Stunde für Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche getan, was er Gottes Auftrag für sich erkannt hatte, das Wort Gottes zu verkündigen, Sünder zu begnadigen, Menschen zur Arbeit in Gottes Weinberg zu berufen. So hat er die ihm gewährte Zeit voll ausgeschöpft.

Der Weg des Glaubens ist voll von Aufgaben und Chancen. Jede und jeder findet auf seinem Weg Möglichkeiten, seinen Glauben zu leben – im Gebet, im Zusammensein mit anderen, in der tätigen Nächstenliebe. Auch in Coronazeiten gibt es das, sei es, dass wir bewusst Verbindung pflegen zu anderen, an die wir sonst nur denken, und sie mal anrufen, besonders Menschen, die einsam sind, sei es, dass wir Gottes Nähe in der Stille suchen – eine Chance gerade in Zeiten, in denen der Alltagsbetrieb so reduziert ist. Vielleicht überprüfen wir unsere bisherige Lebensweise und entdecken dann ganz neue Möglichkeiten für die Zukunft, wenn sich alles wieder normalisiert. Auch in Coronazeiten gilt: Gott will, dass wir als Christen ein erfülltes Leben führen, in Verbindung mit ihm und den Menschen, die er uns auf unserm Weg begegnen lässt.  

Gott schütze Sie!                       Herzliche Grüße Ihr Pfarrer Klaus Fleckner